Augenwelten Optiker

Sonnenfinsternis

Sonnenfinsternis – Eine Schutzbrille ist wichtig!

Am Freitag, den 20.3.2015 wird es vormittags eine Sonnenfinsternis geben. Dieses spannende kosmische Ereignis wird wieder Millionen Menschen auf die Straße locken, darunter sicherlich zahlreiche Schulkinder. Alle werden fasziniert an den Himmel schauen und beobachten, wie sich der Mond vor die Sonne schiebt und sie langsam verdunkelt. Aber: das kann für die Augen sehr schädlich sein

Sonnenlicht ist gefährlich

Dass Sonnenlicht sehr energiereich ist und damit gefährlich für Menschen sein kann, weiß jeder, der schon mal einen Sonnenbrand hatte.

Die Sonnen strahlt Licht unterschiedlicher Wellenlängen ab, und nur einen kleinen Teil dieses Spektrums können wir Menschen sehen. Das sichtbare Licht hat eine Wellenlänge von 380 – 780 Nanometern . Die kürzeren Wellenlängen nennt man Ultraviolett-, und die längeren Infrarot-Strahlung. Beide haben eine schädliche Wirkung auf das Auge. Warum schadet das Sonnenlicht den Augen?

Unsere Augen sind dafür angelegt, nur indirektes Licht zu verarbeiten. Das direkte Sonnenlicht fällt üblicherweise auf Dinge in unserer Umgebung, von denen ein Teil der Strahlung reflektiert wird (nämlich die Wellenlängen, die wir dann als eine Farbe sehen). Der größte Teil der Strahlung wird jedoch vom Gegenstand absorbiert und gelangt nicht in das Auge.

Wenn das Sonnenlicht direkt in unsere Augen fällt, kann das unangenehme Folgen haben.

Kurzzeitige Blindheit durch Überreizung

Die Pupille im Auge ist speziell dafür angelegt, die Menge des Lichteinfalls zu regulieren. Bei starker Sonneneinstrahlung verengt sich die Pupille (umgekehrt weitet sie sich im Dämmerlicht). Aber komplett verschließen kann die Pupille das Auge nicht. Wenn man direkt in die Sonne schaut, dann dringt ungefiltert viel mehr Strahlung in das Auge, als es verarbeiten könnte. Die zunächst einfachste und harmloseste Folge ist, dass die Photorezeptoren kurzzeitig überfordert sind und die Arbeit einstellen. Diese kurzzeitige Blindheit ist jedoch nur von kurzer Dauer. Wenn man die Augen für einen Moment geschlossen hat und dann nach unten schaut, beginnen die Photorezeptoren langsam wieder normal zu arbeiten. Diese Erfahrung hat vermutlich jeder schon mal mehr oder weniger stark gemacht. Auf dem Prinzip der Überforderung basieren auch viele optische Tauschungen.

Verbrennung durch UV-Strahlung

Richtig gefährlich wird es, wenn man aus Neugier diesen Punkt zu überwinden versucht und weiter gebannt in die Sonne starrt. Denn dann kann die UV-Strahlung die Hornhaut des Auges regelrecht verbrennen. Die Hornhaut ist im Grunde die Fortsetzung unserer Haut, nur eben durchsichtig und viel empfindlicher. Schon nach wenigen Sekunden kann sie durch zu starken Lichtbefall so gereizt werden, dass sie sich entzündet. Gleiches gilt für die Bindehaut, einer zusätzlichen dünnen Schutzschicht an den Augenlider. Die Folgen machen sich meist erst ein paar Stunden später bemerkbar: stark gerötete, tränende Augen. Es können sich auch Bläschen an den Augenrändern bilden.

Darum sollte man sich rechtzeitig eine geeignete Brille besorgen. Eine normale Sonnenbrille reicht nicht! Das wichtigste an einer solchen Sonnenfinsternis-Brille ist die Schutzfolie vor den Augen (üblicherweise spezielle Silberschicht) und ein breiter, lichtundurchlässiger Rahmen.
Wir wünschen allen Sonnenanbetern für Freitag einen wolkenfreien Vormittag

Quelle: www.brillen-sehhilfen.de